Im Spitzenspiel Zweiter gegen Erster musste sich die Hockeyherren des TEC Darmstadts dem Gast aus Limburg am Ende mit 1:4 geschlagen geben. Nach einer Anfangsphase die durch vorsichtiges Abtasten geprägt war, kamen die Gäste nach 10 Minuten zu ersten Kontermöglichkeiten, da die Darmstädter zu ungeduldig in ihrem Aufbauspiel agierten. Einer dieser Konter resultierte in einer kurzen Ecke, die die Limburger direkt zum 0:1 verwandeln konnten. Wenig später dann ein ähnliches Bild, wieder ein Fehler im Darmstädter Aufbauspiel, wieder kurze Ecke und erneut konnte diese direkt verwandelt werden. Die Darmstädter taten sich auch in der Folge schwer hochkarätige Chancen heraus zu spielen und wenn sie mal im Kreis auftauchten, wurde meist überhastet vergeben. So sah sich Trainer Strahn bereits fünf Minuten vor dem Pausenpfiff zu einer taktischen Umstellung gezwungen und nahm seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Feld. Dies schien die Darmstädter wachzurütteln und bis zur Pause konnten noch einige gute Chancen herausgespielt werden. Ein schnell ausgeführter Freischlag über drei Stationen führte dann zum verdienten Anschlusstreffer zwei Minuten vor der Pause. Mit dem 1:2 Zwischenstand ging es dann auch in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann Darmstadt dann wieder mit Torwart, aber trotzdem entschlossener und mit mehr Zug zum Tor. Dennoch fiel der nächste Treffer wieder für Limburg. Erneut konnte eine kurze Ecke verwertet werden. Wieder sahen sich die Darmstädter einem zwei Tore Rückstand gegenüber und abermals nahmen sie den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers heraus, da waren noch 17 Minuten zu spielen. Limburg sah sich nun dem Darmstädter Dauerdruck ausgesetzt und musste zahlreiche Chancen zulassen, beste Gelegenheiten wurden jedoch leichtfertig vergeben oder Beute des starken Limburger Schlussmanns. Der Anschlusstreffer wäre längst hochverdient gewesen. Limburg fiel im Aufbau kein probates Gegenmittel ein. Die Befreiungsschläge landeten immer wieder in einem Darmstädter Brett, negativer Höhepunkt dieser Kopflosigkeit war dann eine zertrümmerte Mittelhand beim Darmstädter Sebastian Sauer, der aus kurzer Distanz den Ball direkt auf den Handschuh bekam. In dieser Phase lagen die Nerven auf beiden Seiten blank, bei Darmstadt weil ein Treffer einfach nicht gelingen wollte und Limburg sah seine Felle davonschwimmen. Je eine Zeitstrafe auf beiden Seiten war die logische Folge. Durch einen ihrer wenigen Entlastungsangriffe konnte Limburg dann aber doch den Sack zu machen und den Ball im leeren Darmstädter Tor zum 1:4 unterbringen. Bis zum Ende änderte sich dann nichts mehr am Spielstand und so blieb es beim 1:4 für Limburg. Limburg war dabei vor allem in der zweiten Halbzeit keines Falls die bessere Mannschaft, zeigte jedoch eine beachtliche Abgeklärtheit bei den Standards. So konnten die Limburger drei ihrer fünf Ecken verwerten, während Darmstadt vier dieser Gelegenheiten ungenutzt ließ und sogar noch einen 7 m vergab. Am Ende eine vermeidbare Heimpleite gegen einen abgezockten, aber durchaus schlagbaren Gegner.

Tore Darmstadt: Beck